Du hast ein Kamishibai – und willst jetzt deine eigenen Geschichten erzählen, statt teure Bildkarten-Sets zu kaufen? Eine wunderbare Idee, an der die meisten trotzdem scheitern: am DIN-A3-Format. Hier zeige ich dir, wie du das A3-Problem löst und Schritt für Schritt eigene Kamishibai-Bildkarten machst.
Eigene Bildkarten sind das Schönste am Erzähltheater: Dein Kind malt seine Lieblingsszene selbst, ihr erfindet zusammen eine Geschichte – und am Ende steht etwas, das es in keinem Laden gibt. Bei uns sind aus einem verregneten Nachmittag schon ganze Märchen entstanden. Der einzige Haken: Kamishibai-Karten sind DIN-A3 groß (29,7 × 42 cm), und genau daran hängt es bei den meisten.
📑 Inhaltsverzeichnis
Warum DIN-A3? Das richtige Format für Kamishibai-Bildkarten
Standard-Bildkarten für das Kamishibai haben das Format DIN-A3 (29,7 × 42 cm). Das ist kein Zufall: Genau für diese Größe sind die meisten Erzähltheater-Rahmen gebaut – auch das in meiner Bauanleitung zum Kamishibai selber bauen. Wenn du eigene Karten machst, solltest du dich an A3 halten, damit sie sauber in den Rahmen passen und sich von der Seite einschieben lassen.
Es gibt auch kleinere Kamishibais im Format DIN-A4 (21 × 29,7 cm). Prüfe also vorher, für welche Größe dein Theater gebaut ist – danach richtet sich alles Weitere.
Das A3-Problem: So bekommst du große Karten hin
Hier hakt es bei fast allen: Ein normaler Heimdrucker kann nur DIN-A4. Eigene Motive einfach „in A3 ausdrucken“ funktioniert für die meisten also nicht. Du hast drei realistische Wege:
🛠️ 3 Wege zur A3-Bildkarte
- Selbst malen auf A3-Karton – der einfachste und schönste Weg, gerade mit Kindern. Du brauchst nur dickes A3-Papier und Stifte.
- A4 drucken & auf A3 aufziehen – Motiv zu Hause auf A4 drucken und mittig auf einen A3-Bogen kleben. Schneller Kompromiss, wenn kein A3-Drucker da ist.
- A3 im Copyshop drucken – Datei mitnehmen oder hochladen, dort als A3 ausdrucken lassen. Günstig und ohne eigenen A3-Drucker.
Wer es ernst meint und regelmäßig eigene Karten gestaltet, fährt langfristig mit einem eigenen A3-Drucker am bequemsten – dazu unten mehr im Premium-Set.
Welches Papier für Kamishibai-Bildkarten?
Beim Papier entscheidet sich, ob deine Karten labbrig durchhängen oder stabil im Rahmen stehen. Faustregel:
| Vorhaben | Empfehlung |
|---|---|
| Selbst malen (Buntstift, Wasserfarbe) | Fotokarton / Tonkarton 200–250 g/m² |
| Motive ausdrucken (Tintenstrahl) | A3-Papier 120–160 g/m² |
| Maximale Stabilität | 250 g/m² + anschließend laminieren |
Unter 160 g/m² wird’s für stehende Bildkarten zu weich. Für Kinderhände, die täglich blättern, lieber etwas dicker wählen.
🎨 Basis-Set: Bildkarten selbst malen
Alles, was du zum Loslegen brauchst – ideal für Karten von Hand:
- Weißer Karton, 220 g/m², A3
- Hochwertige weiße Karte
- Geeignet für Büro, Kunst, Hobby und Handwerk
- Ergonomische, dreieckige, dicke Buntstifte mit besonders weicher und farbintensiver Mine...
- ABS - der weiße Schutzmantel verstärkt den Minenkern und erhöht die Bruchtfestigkeit
- Jumbo Buntstift mit attraktiver Sternchenprägung und Namensfeld - ideal für erste...
- Geeignet für Dokumente bis zum DIN A3-Format (297 x 420 mm)
- Laminiert mit einer Geschwindigkeit von 300 mm/Minute, um Ihre Produktivität zu steigern
- In nur 3–5 Minuten einsatzbereit mit praktischer Kontrollleuchte
Kamishibai-Karten haltbar machen: laminieren
Selbstgemachte Karten gehen schnell kaputt, wenn täglich kleine Hände sie anfassen. Die einfachste Lösung: laminieren. Das schützt vor Flecken und Knicken, macht die Karten abwischbar und gibt ihnen genau die Steifigkeit, die sie im Rahmen brauchen. Du brauchst dafür ein A3-fähiges Laminiergerät und passende A3-Laminierfolien.
Tipp: Erst nach dem Malen oder Drucken laminieren – und bei selbstgemalten Karten mit Wasserfarbe vorher gut durchtrocknen lassen.
Premium-Set: eigene Bildkarten ohne Copyshop
Wenn du regelmäßig eigene Motive drucken willst – etwa Fotos, ausgemalte Vorlagen oder digitale Zeichnungen – lohnt sich die Ausstattung für zu Hause. Damit bist du komplett unabhängig vom Copyshop und kannst jederzeit neue Karten produzieren und direkt laminieren.
* Affiliate-Links: Wenn du über diese Links bestellst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Geschichten & Motive für deine Bildkarten finden
Du hast die Karten – jetzt fehlt die Geschichte. Am schönsten ist es natürlich, mit den Kindern eine eigene zu erfinden. Wer Vorlagen mag, malt klassische Märchen wie Rotkäppchen oder den Froschkönig nach. Und wenn es schnell gehen soll oder du pädagogisch sauberes Material für Kindergarten und Krippe brauchst, lohnt sich oft ein fertiges Set.
Welche fertigen Bildkarten-Sets und Geschichten sich lohnen – von Märchen über Jahreszeiten bis zu religiösen Geschichten – habe ich dir hier zusammengestellt: Kamishibai-Geschichten & Bildkarten kaufen.
❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Größe haben Kamishibai-Bildkarten?
Standard ist DIN-A3 (29,7 × 42 cm). Manche kleineren Theater nutzen DIN-A4 (21 × 29,7 cm). Richte dich nach der Größe deines Rahmens.
Kann ich Kamishibai-Bildkarten zu Hause ausdrucken?
Nur, wenn du einen A3-Drucker hast – normale Heimdrucker können nur A4. Sonst druckst du im Copyshop in A3 oder klebst ein A4-Motiv mittig auf einen A3-Bogen.
Welches Papier eignet sich für selbstgemachte Bildkarten?
Zum Malen Fotokarton 200–250 g/m², zum Drucken 120–160 g/m². Unter 160 g/m² werden stehende Karten zu weich.
Wie mache ich die Karten haltbar?
Laminieren mit A3-Folien schützt vor Flecken und Knicken, macht die Karten abwischbar und gibt ihnen Stabilität – ideal für den täglichen Einsatz mit Kindern.
Wo finde ich Vorlagen und Geschichten?
Eigene Geschichten mit den Kindern erfinden oder klassische Märchen nachmalen. Fertige Sets findest du in meiner Übersicht Kamishibai-Geschichten & Bildkarten kaufen.
Noch kein eigenes Erzähltheater? Hier geht’s zur kostenlosen Bauanleitung: Kamishibai selber bauen.
Über den Autor
Christiano Mancini ist Vater von zwei Kindern und schreibt seit 2014 auf Krabbeldecken-ABC.de aus dem echten Familienalltag. Das Kamishibai für seine Kinder hat er selbst gebaut – und die ersten Bildkarten haben die Kinder gleich selbst gemalt. Mehr über ihn erfährst du auf der Über-mich-Seite oder auf Pinterest.