Elternsprüche von früher: 150+ Sprüche aus der Kindheit

✓ Geprüft & aktualisiert: Februar 2026 | Basierend auf eigenen Erfahrungen im Familienalltag

Erziehungssprüche von früher kennt jeder. Nun hast du selbst Kinder und ertappst dich bei den gleichen Sprüchen? Über 150 typische Elternsprüche aus der Kindheit – mit Herkunft erklärt. ✓

Elternsprüche von früher – über 150 typische Erziehungssprüche aus der Kindheit

Solange du deine Füße unter unserem Tisch hast…“ Wer kennt diese oberklugen Elternsprüche nicht aus seiner eigenen Kindheit? Obwohl alle anderen Kinder ohne Jacke draußen spielen durften, musste man selber eine anziehen. Nach kurzem Hin und Her kam dann von meiner Mutter: „Wir sind aber nicht die anderen!“ Damit war die Diskussion beendet.

Oder wenn man nicht gehört hat, kam vom Vater: „Hast du Bohnen in den Ohren?“ Gab es Ärger um die Hausaufgaben: „Du lernst nicht für die Lehrer oder für uns. Du lernst für dich!

Heute, als Vater von zwei Kindern, ertappe ich mich regelmäßig dabei, wie mir genau diese Sprüche rausrutschen. Neulich stand mein Großer vor dem offenen Kühlschrank und ich hörte mich sagen: „Mach den Kühlschrank zu, ich kriege kalte Füße.“ Da musste ich selber lachen – das war 1:1 mein Vater.

Alte Erziehungssprüche: Bekennst du dich schuldig?

Alle Kinder haben diese Sprüche damals gehasst. Aber nun, viele Jahre später, hat man eigene Kinder und das Elternleben ist nicht einfach. Hast du dich schon mal dabei erwischt, dass du den einen oder anderen Spruch nun selbst gegenüber deinen Kindern verwendest? Oder vermeidest du diese Erziehungssprüche von früher komplett?

Kind mit frechem Gesichtsausdruck – typische Reaktion auf nervige Elternsprüche von früher
Jeder kennt sie noch: Die saublöden Elternsprüche von damals.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Sprüche tatsächlich funktionieren – auch wenn ich mich als Kind darüber geärgert habe. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ sage ich meinen Kindern regelmäßig bei den Hausaufgaben. Und ja, es wirkt.

Mit etwas Suche haben wir über 150 dieser oberklugen Elternsprüche aus der Kindheit gesammelt und hier aufgelistet. Viele Sprüche sind zeitlos. Andere sind überholt und sollten in der heutigen Erziehung nichts mehr zu suchen haben.

Viel Spaß beim Lesen – und beim Schuldigfühlen!

Elternsprüche rund ums Essen

Beim Essen kennen Eltern kein Pardon. Aus meiner eigenen Kindheit erinnere ich mich besonders an den Spruch mit der Neugier in Butter gebraten – der kam bei uns zu Hause fast täglich.

  • In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot.
  • Du möchtest wohl ohne Abendessen ins Bett?
  • Sand reinigt den Magen.
  • Mund zu. Die Milchzähne werden sauer.
  • Wer nicht kommt zur rechten Zeit, der muss essen, was übrig bleibt.
  • Mach den Kühlschrank zu, ich kriege kalte Füße.
  • Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.
  • Zu viel Eis gibt Läuse im Bauch.
  • Auf die Frage, was es zu essen gibt: „Halbes Schwein und eine Karre voll Senf!“
  • Auf die Frage, was es zu essen gibt: „Neugierde in Butter gebraten!“
  • Wenn du deinen Teller nicht leer isst, scheint morgen die Sonne nicht.
  • „Was gibt es zu essen?“ – „Was Warmes auf den kalten Teller.“
  • „Ich habe Hunger.“ – „Dann iss Salz, dann kriegst du Durst.“
  • „Was gibt es zu essen?“ – „Stulle mit Brot.“
  • Senf macht dumm.
  • Du sollst die Kirschkerne nicht runterschlucken, sonst wächst dir ein Baum aus dem Hintern.
  • Du darfst alles essen, aber nicht alles wissen.

Nervige Elternsprüche zu Schule, Hausaufgaben und Lernen

Als Teilzeit-Papa begleite ich meine Kinder täglich bei den Hausaufgaben. Und ich schwöre: „Du lernst nicht für uns, sondern für dich“ kommt mir mindestens einmal pro Woche über die Lippen.

  • „Kann ich nicht“ heißt „will ich nicht“.
  • Du lernst nicht für uns, sondern für dich.
  • Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen!
  • Wir wollen ja nur dein Bestes!
  • Du tust es nicht für die Lehrer, sondern für dich!
  • Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  • Was angefangen wird, bringst du auch zu Ende.
  • Lehrjahre sind keine Herrenjahre.
  • Du sollst dich nicht immer an schlechteren orientieren.
  • Setz dich auf den Hosenboden.
  • „Ich kann nicht“ wohnt in der Ich-will-nicht-Straße.
  • Wie ist das Zauberwort?

Typische Sprüche von Eltern zu Benehmen & Gehorchen

Diese Kategorie ist der Klassiker. Jeder kennt mindestens die Hälfte dieser typischen Elternsprüche aus der eigenen Kindheit.

  • Bis einer weint.
  • Mach die Tür zu, oder bist du in einer Höhle groß geworden?
  • Nun ist aber Schicht im Schacht.
  • Du hast nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten!
  • Dich hat doch der Esel im Galopp verloren.
  • Setz dich gerade hin.
  • Es klatscht gleich was! Und das ist kein Beifall.
  • Wenn du jetzt nicht aufhörst zu heulen, dann bekommst du gleich einen Grund dazu.
  • Zieh Leine. Klammern kommen hinterher.
  • Wir sind aber nicht die anderen!
  • Kinder mit ’nem Willen kriegen auf die Brillen.
  • Wenn du nicht artig bist, gehst du heute Abend barfuß zu Bett.
  • Du darfst reden, wenn das Handtuch bammelt.
  • Dass du immer das letzte Wort haben musst.
  • Du darfst alles. Du darfst dich nur nicht erwischen lassen.
  • Der Ton macht die Musik!
  • So kannst du mit deinen Freunden reden, aber nicht mit mir.
  • Das kannst du dir hinter die Ohren schreiben.
  • Du schwindelst, deine Nase dreht sich.
  • „Kann ich nicht“ liegt auf dem Friedhof und „mag ich nicht“ liegt daneben.
  • Du kannst mir über den Kopf wachsen, aber niemals über die Hand.
  • Alt und grau kannst du werden, aber nicht frech.
  • Euch geht das viel zu gut!
  • Erst denken, dann sortieren, dann sprechen.
  • Ist in deinem Zimmer eine Bombe eingeschlagen?
  • Was sollen die Nachbarn denken.
  • Nach müde kommt doof.
  • Die Tür hat auch einen Türgriff.
  • Sitz nicht so nah vor dem Fernseher!
  • Das erzähle ich alles dem Weihnachtsmann.
  • Das hast du von deinem Vater.
  • Wer flüstert, der lügt.
  • Egal haben wir nicht!
  • Ruhe auf den billigen Plätzen.
  • Wenn hier einer mit den Türen knallt, dann bin ich das!
  • Nur Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.
  • Wer nicht hören will, muss fühlen.

Anstrengende Elternsprüche: „Als ich in deinem Alter war…“

Den Spruch „Als ich in deinem Alter war…“ habe ich als Kind gehasst. Heute verstehe ich ihn. Wenn mein Sohn sich über das WLAN beschwert, muss ich mich zusammenreißen, nicht zu erzählen, dass wir früher mit 56k-Modem ausgekommen sind.

  • Als ich in deinem Alter war, hatten wir das nicht so gut.
  • Früher, früher hatten wir auch noch einen Kaiser.
  • Sowas hätten wir uns mal erlauben sollen…
  • Früher haben wir sowas auch nicht gebraucht.
  • Das hat es früher nicht gegeben!
  • Das sagst du so in deinem jugendlichen Leichtsinn.
  • Werd du erst mal 18 Jahre alt.
  • In 100 Jahren ist alles vorbei.
  • Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte vergessen.
  • Medizin soll nicht schmecken, sondern helfen!
  • Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
  • Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
  • War dein Vater Glaser? (Wenn man jemandem die Sicht nimmt.)

Mahnende Elternsprüche bei Gefahren und zur Gesundheit

Manche dieser Sprüche haben tatsächlich einen wahren Kern. „Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht“ sage ich meinen Kindern heute selbst. Andere Sprüche sind schlicht Unsinn – Kaugummi verklebt natürlich nicht den Magen.

  • Wer mit Feuer spielt, pinkelt ins Bett!
  • Wenn du das Kaugummi immer schluckst, klebt davon der Magen zusammen.
  • Von Cola kriegst du schwarze Füße.
  • Messer, Gabel, Schere, Licht sind für kleine Kinder nicht.
  • Wenn du rauchst, dann bleibst du so klein.
  • Wenn du zu lange schielst, dann bleiben die Augen so stehen!
  • Vom Fernseh gucken bekommt man viereckige Augen.
  • Wenn du da runter fällst und dir weh tust, gibt’s noch einen Arschvoll dazu.
  • Wenn du weiter solche Grimassen ziehst, dann bleibt dein Gesicht so!
  • Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel zu schweigen!
  • Du bewegst dich auf ganz dünnem Eis.
  • Wenn du schielst und die Uhr 12 schlägt, dann bleiben die Augen so stehen.
  • Du bleibst solange im Zimmer, bis aufgeräumt ist.
  • Komm da runter, bist du wahnsinnig!
  • Mach mal die Augen zu, dann siehst du, was alles dir gehört.
  • Mund zu, sonst kommen die Fliegen rein.
  • Wenn du jetzt nicht aufräumst, komme ich mit dem blauen Sack!

Nervige Elternsprüche zum Wetter und zur Kleidung

„Zieh dir was an, mir ist kalt!“ – Meine Mutter hat diesen Spruch so oft gebracht, dass er sich in mein Gehirn eingebrannt hat. Und was soll ich sagen: Letzten Winter habe ich ihn meiner Tochter an den Kopf geworfen.

  • Zieh dir was an, mir ist kalt!
  • Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung – und die hast du nicht.
  • Setz dir eine Mütze auf.
  • Wo kein Schnee liegt, kann gelaufen werden.
  • Mund zu, sonst wird das Herz kalt.
  • Komm lieber 10 Minuten früher nach Hause als eine Minute zu spät.
  • Mach nicht so einen Wind mit deinem kurzen Hemd.

Elternsprüche über Respekt vor Eltern und Älteren

  • Hab du erstmal Kinder.
  • Komm du erst mal in unser Alter.
  • Denk dran, du bist hier nur geduldet!
  • Du wirst nochmal an mich denken, wenn ich unter der Erde liege.
  • Ich wünsche dir ein Kind, das so ist wie du!
  • Bekomm du erstmal Kinder…
  • Der liebe Gott lässt deine Hand erfrieren, wenn du sie gegen deine Eltern erhebst.
  • Dafür wirst du uns nochmal dankbar sein.
  • Mach die Hottentotten-Musik leiser.
  • Warte ab, bis heute Abend dein Vater kommt, dann kannst du aber was erleben.
  • Solange du deine Füße unter unserem Tisch hast…
  • Das ist nicht dein Zimmer, sondern noch unseres.
  • Wenn die Hosen fallen, wird geheiratet.
  • Kleine Kinder soll man sehen, nicht hören.

Vergleichende Elternsprüche & Sprichwörter von Eltern

  • Das Küken will schlauer sein als die Henne?
  • Der Esel nennt sich immer zuerst.
  • Andere Mütter haben auch schöne Söhne/Töchter.
  • Nur der frühe Vogel fängt den Wurm!
  • Lügen haben kurze Beine.
  • Dummheit und Stolz wachsen an einem Holz!
  • Nur die Harten kommen in den Garten und die Weichen müssen weichen.
  • Der Klügere gibt nach.
  • Du bist von alleine hingefallen, also kannst du auch alleine wieder aufstehen.
  • Dir kann man beim Laufen die Schuhe besohlen.
  • Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
  • Als Mensch zu dumm und als Schwein zu kleine Ohren.
  • Überlass das Denken den Pferden, die haben den größeren Kopf.
  • Wenn alle vom Hochhaus springen, springst du dann auch?
  • Du bist wieder zu Hause, wenn die Laternen angehen.
  • Am Abend werden die Faulen fleißig.
  • Beim nächsten Mal fahr ich mit dir Schlitten, aber ohne Schnee.
  • Er steht im Stall und sie daneben, die beiden haben auch Namen!
  • Hier sieht es aus wie auf einem Handgranatenwurfstand!
  • Nimm dir mal ein Beispiel an Peter. Was der alles macht und kann.
  • Was hast du dir dabei gedacht?

Andere Elternsprüche, die jeder kennt

  • Bis zur Hochzeit ist alles wieder gut.
  • Bist du heiratest, ist es wieder weg.
  • Es interessiert mich nicht, was die anderen haben oder dürfen!
  • Schnell ist langsam gestorben.
  • Glauben kannst du in der Kirche.
  • Rede nicht, Schweine reden auch nicht.

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Woher kommen diese Elternsprüche? Herkunft erklärt

Viele dieser Erziehungssprüche von früher werden seit Generationen weitergegeben, ohne dass jemand ihren Ursprung kennt. Hier erkläre ich die Herkunft der bekanntesten Sprüche – einige davon werden überraschend oft bei Google gesucht.

Woher kommt „Neugierde in Butter gebraten“?

Der Spruch „Neugierde in Butter gebraten“ ist ein humorvoller Ausdruck aus dem deutschen Volksmund. Er wurde traditionell als Antwort auf die Kinderfrage „Was gibt es zu essen?“ verwendet, ohne eine ernsthafte Antwort zu liefern.

Solche Sprüche zeigen spielerisch, dass Neugier – besonders wenn sie auf etwas Banales gerichtet ist – eine Antwort bekommt, die genau so wenig Substanz hat wie die Frage. Der Spruch funktioniert nach ähnlichem Prinzip wie „Kinderfragen mit Zucker bestreut“ oder „Spucke in Soße“, die eine humorvolle Ablenkung bieten.

Woher kommt „Neugiers Karle“?

Der Ausdruck „Neugiers Karle“ (oder „Neugier-Karle“) ist ein Dialektausdruck aus dem süddeutschen Raum, insbesondere Schwaben und Teilen von Bayern. Er bezeichnet jemanden, der besonders neugierig ist und sich ständig einmischt oder Fragen stellt.

„Karle“ ist eine schwäbische Verniedlichung, ähnlich wie „Hans Dampf in allen Gassen“. Der Ausdruck gehört zu einer Reihe von humorvollen, personifizierenden Wendungen, die Verhalten auf eine charmant-kritische Weise charakterisieren.

Woher kommt „Die steht im Stall und du daneben“?

Der Spruch „Die steht im Stall und du daneben“ ist eine umgangssprachliche Redewendung, die verwendet wird, wenn jemand einen offensichtlichen Sachverhalt nicht erkennt. Er wird gesagt, wenn eine Frage als unnötig oder naiv empfunden wird – typischerweise wenn ein Kind fragt, wo etwas ist, das direkt vor seiner Nase steht.

Die genaue Herkunft ist nicht dokumentiert, aber er basiert auf der deutschen Neigung, bildhafte Vergleiche aus dem bäuerlichen Umfeld zu nutzen. In meiner Familie kam der Spruch regelmäßig, wenn wir als Kinder nach etwas gesucht haben, das offensichtlich war.

Woher kommt „Kinder mit ’nem Willen kriegen was auf die Brillen“?

Der Spruch stammt aus der deutschsprachigen Volkstradition und spiegelt einen alten, autoritären Erziehungsstil wider, der Eigenwilligkeit bei Kindern als etwas Unangemessenes ansah. Die Redewendung bedeutet, dass Kinder, die stur ihren Willen durchsetzen wollen, eine Strafe zu erwarten haben.

Die „Brille“ dient als Metapher für das Gesicht. „Etwas auf die Brillen kriegen“ bedeutet eine Ermahnung oder Strafe. Der Spruch hat keinen dokumentierten Ursprung, sondern ist eine volkstümliche Redewendung aus älteren Erziehungstraditionen. Heute wird er meist scherzhaft verwendet, ohne ernsthafte Androhung.

Woher kommt „Lügen haben kurze Beine“?

„Lügen haben kurze Beine“ ist eine alte deutsche Redewendung, die sinnbildlich ausdrückt, dass Unehrlichkeit nicht weit kommt und schnell ans Licht kommt. Die Vorstellung der „kurzen Beine“ bedeutet, dass eine Lüge symbolisch „nicht weit laufen“ kann.

Der Spruch ist bereits in der deutschen Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts verbreitet. Er gehört zu einer Reihe von volkstümlichen Weisheiten, die darauf hinweisen, dass Ehrlichkeit sich letztendlich immer auszahlt.

Woher kommt „Senf macht dumm“?

Der Spruch „Senf macht dumm“ hat keine belegbare historische Herkunft. Er scheint eine humorvolle Aussage zu sein, die von Eltern verwendet wurde, um Kindern den übermäßigen Konsum von Senf auszureden.

Im Volksmund wurden oft scherzhaft negative Eigenschaften bestimmten Lebensmitteln zugeschrieben, um Kinder von übermäßigem Essen abzuhalten. Senf galt für Kinder als ungewöhnlich scharf. Ein ähnlicher Spruch aus früherer Zeit lautet: „Von zu viel Senf wird man jähzornig“ – ein Hinweis auf alte Vorstellungen, dass scharfe Speisen die Persönlichkeit beeinflussen könnten.

Woher kommt „Wer kokelt, pullert ein“?

„Wer kokelt, pullert ein“ (auch: „Wer mit Feuer spielt, pinkelt ins Bett“) stammt aus dem deutschen Volksmund und soll Kinder davon abhalten, mit Feuer zu spielen. Der Spruch nutzt eine peinliche Konsequenz als Abschreckung.

Es gibt keinen genauen historischen Ursprung, doch er reiht sich in eine Reihe von Erziehungssprüchen ein, die absurde Konsequenzen nutzen, um unerwünschtes Verhalten zu verhindern. Die Verwendung variiert je nach Region und Familie.

Woher kommt „Nach müde kommt doof“?

„Nach müde kommt doof“ ist ein moderner Elternspruch, der vor allem seit den 1990er Jahren verbreitet ist. Er wird verwendet, wenn ein Kind müde und deshalb unkonzentriert, quengelig oder unvernünftig wird.

Der Spruch bringt auf den Punkt, was Eltern täglich erleben: Übermüdete Kinder treffen schlechte Entscheidungen, werden weinerlich oder machen Unsinn. Bei meinen eigenen Kindern kann ich das bestätigen – nach müde kommt bei uns tatsächlich meistens doof. Der Spruch hat keinen literarischen Ursprung, sondern ist moderne Alltagssprache.

Woher kommt „Nur die Harten kommen in den Garten“?

„Nur die Harten kommen in den Garten und die Weichen müssen weichen“ ist ein reimbasierter Spruch aus der modernen Umgangssprache. Er deutet auf Durchhaltevermögen hin: Die Starken werden für ihre Beharrlichkeit belohnt, die Schwächeren geben auf.

Der Spruch wurde vor allem in sportlichen oder herausfordernden Situationen populär. Er hat keine tiefere historische Bedeutung, sondern verdankt seine Verbreitung der eingängigen Reimstruktur.

Woher kommt „Wächst mir Gras aus der Tasche“?

„Wächst mir Gras aus der Tasche?“ ist eine umgangssprachliche Redewendung, die auf Sparsamkeit oder Geiz anspielt. Die Vorstellung: Die Geldbörse bleibt so lange unberührt, dass sogar Pflanzen darin wachsen könnten.

Der Spruch wird humorvoll oder leicht vorwurfsvoll genutzt, um darauf hinzuweisen, dass jemand selten Geld ausgibt. In ähnlicher Weise gibt es den Ausdruck „Wächst dir Gras auf der Geldbörse?“, der die gleiche Bedeutung trägt.

Woher kommt „Die steht im Stall und der daneben“ – Bedeutung

Eine Variante von „Die steht im Stall und du daneben“ (siehe oben). Der Spruch wird verwendet, wenn jemand etwas Offensichtliches nicht sieht. „Die“ bezieht sich auf eine Kuh im Stall – also etwas, das groß und unübersehbar ist. Die Aussage: Wenn du neben einer Kuh stehst und sie nicht siehst, wie willst du dann etwas Schwierigeres finden?

Woher kommt „Als Mensch zu dumm und als Schwein zu kleine Ohren“?

Diese Redewendung wird scherzhaft und abwertend verwendet, um jemanden als ungeschickt darzustellen. Sie deutet darauf hin, dass die Person es sowohl als Mensch (wegen Dummheit) als auch als Tier (wegen physischer „Untauglichkeit“) schwer hätte.

Der Ausdruck spielt auf die kleinen Ohren von Schweinen an und kombiniert dies mit einem spöttischen Hinweis auf wahrgenommene Unfähigkeit. Typisch für die deutsche Vorliebe für drastische, humorvoll-sarkastische Redewendungen, die auch in regionalen Dialekten zu finden sind.

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Über den Autor

Christiano ist Vater von zwei Kindern und benutzt mehr alte Erziehungssprüche, als er zugeben möchte. Seit 2014 schreibt er auf Krabbeldecken-ABC.de über den ganz normalen Familienalltag – ehrlich, praxisnah und mit einer gehörigen Portion Humor.

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