Warum Rückbildungskurse so wichtig sind

Warum Rückbildungskurse so wichtig sind

Endlich ist dein Baby da und stellt seit Wochen dein bisheriges Leben komplett auf den Kopf! Du befindest dich vielleicht gerade noch in den ersten, sensiblen Wochen nach der Geburt und überlegst dir, ob du nach Ende der Wochenbettzeit (die ja offiziell bis 8 Wochen nach der Geburt anzusetzen ist) einen Rückbildungskurs machen solltest.

Ist das wirklich nötig? Immerhin hast du mit dem Baby, dem Haushalt und deiner ständigen Müdigkeit nach den unterbrochenen Nächten gerade genug um die Ohren und du bist dir nicht sicher, ob du dich zu einem Rückbildungskurs aufraffen kannst. Deine Nachsorgehebamme hat dir dazu geraten, ebenso viele andere Mütter. Aber warum ist ein Rückbildungskurs eigentlich so wichtig für dich?

Kräftigung, Fitness und gesundheitliche Prävention nach Schwangerschaft und Geburt

Dein Körper hat sich während der Schwangerschaft und Geburt sehr verändert. Viele Bereiche in deinem Körper mussten sich zunächst weiten und ausdehnen, um dem Baby den Weg in diese Welt zu ermöglichen. Eine besondere Rolle spielt hierbei dein Beckenboden, der nach der Höchstleistung einer Geburt wieder seine frühere Stabilität und Festigkeit zurückgewinnen sollte, um dich vor möglichen gesundheitlichen Problemen zu schützen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass 21% aller Frauen, die auf einen Rückbildungskurs nach der Geburt verzichten, Inkontinenz entwickeln und dass ein Viertel der Mütter ohne Rückbildungsgymnastik ab 45 Jahren Probleme mit dem Beckenboden oder Rücken bekommt.

Mit gezielten Übungen wirst du im Rückbildungskurs besonders den Beckenboden, aber auch den ganzen Körper trainieren und deine Muskulatur stärken.

Du benötigst nach dem letzten Schwangerschaftsdrittel und der Zeit des Wochenbetts, in der du vermutlich wenig Sport gemacht hast, starke Rückenmuskeln und kräftige Arme, um dich bestmöglich um dein Baby zu kümmern und parallel deinen Haushalt zu schaffen. Du wirst dein Kind tragen, es hochheben, wickeln und viele weitere Handgriffe erledigen, die deine Kraft erfordern. Allein das Heraushieven eines zusammengeklappten Kinderwagens aus dem Auto oder das die Treppe-Hinauftragen einer Sitzschale mit Baby erfordert schon einen gesunden, kräftigen Körper. Wenn du ein Baby haben solltest, das nicht gerne im Kinderwagen liegt, sondern lieber von dir in der Manduca oder im Tragetuch getragen werden möchte, kostet dich das auch täglich einiges an zusätzlicher Kraftanstrengung.

In einem Rückbildungskurs hast du die Zeit, dich um dich und die Kräftigung deines Körper nach der Geburt zu kümmern. Du gewinnst dein früheres Aussehen schneller zurück und fühlst dich wieder attraktiver, was sich auch positiv auf dein Selbstbewusstsein auswirkt. Unter der fachkundigen Anleitung der Kursleiterin kannst du mehrere Wochen lang einmal wöchentlich mit anderen Müttern zusammen trainieren und bei Bedarf auch um Rat bitten, wenn du noch körperliche Beschwerden hast. Ein absolvierter Rückbildungskurs gilt auch als Voraussetzung, um danach wieder andere, leistungsintensivere Sportkurse besuchen zu können.
Das Schöne an einem Rückbildungskurs ist, dass du hier nicht überfordert wirst. Die Kursleiterin wird auf deine Schwachstellen Rücksicht nehmen, sodass dich dieser Kurs besten Fall körperlich und auch seelisch unterstützt.

Kontakte als junge Mutter finden und wieder am Leben außerhalb deines Zuhauses teilnehmen

Nicht allen Müttern geht es in der Zeit nach der Geburt psychisch gut und nicht alle sind gleich überglücklich in ihrer neuen Rolle.

Viele sind übermüdet durch die zeitintensive Betreuung des neuen Familienmitglieds und die meisten müssen sich erst in der für sie neuen Situation zurechtfinden, besonders wenn sie zum ersten Mal Mutter geworden sind. Ein Rückbildungskurs bietet den Müttern eine Möglichkeit, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sich mit anderen Müttern in der gleichen Situation auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Ein kleiner Säugling verändert vieles in einer Familie, auch die Beziehungen zu anderen. Manchmal fallen frühere Freundschaften zu Frauen weg, die keine Kinder und einen völlig anderen Tagesablauf haben und die gerade andere Prioritäten im Leben gesetzt haben. Dann ist es tröstlich, neue Bekanntschaften zu machen, die sich gerade in der gleichen Situation befinden und mit denen man sich über Themen rund ums Baby austauschen kann. Auch die Babys profitieren davon, wenn sich die Mütter zusammen mit ihren gleichaltrigen Kindern treffen. Wenn die Chemie stimmt, können durch diese Kontakte auch langjährige Freundschaften zwischen Müttern und Kindern entstehen.

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